Algerien – Sprengsatz tötet Soldaten im Westen des Landes.

Militär geht von einem Terroranschlag aus.

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Algerien
Flagge Algerien

Weitere zwei Soldaten durch selbstgebauten Sprengsatz in der Provinz Tlemcen verletzt.

Algier – Das algerische Militär meldete am vergangenen Donnerstag einen tragischen Tod von einen Soldaten sowie die Verletzung zweier weitere Militärangehöriger in der Provinz Tlemceb, im Westen des Landes. Die Soldaten trafen nach bisherigen Angaben, in einer Erklärung der ANP über die staatliche Nachrichtenagentur, auf einen anscheinend selbstgebauten Sprengsatz, der von bisher Unbekannten platziert worden ist. Der Getötete und die beiden verletzten Soldaten waren Teil eine Grenzpatrouille, nur 24 km von der Grenze zu Marokko entfern, als der Sprengsatz bei der Vorbeifahrt detonierte.

Militär geht von einem Terroranschlag aus.

„Im Rahmen der von den Einheiten und Abteilungen der ANP durchgeführten Operationen zur Sicherung der Grenzen und zur Bekämpfung des organisierten Verbrechens explodierte gestern, am 13. Oktober 2021 um 20.45 Uhr eine selbstgebastelte Bombe, als eine Patrouille des Grenzschutzes bei einem Aufklärungseinsatz in der Nähe der Westgrenze des Landes in der Ortschaft Deglen, Gemeinde Béni Boussaïd, Wilaya von Tlemcen in der zweiten Militärregion (RM) vorbeifuhr“, so die Erklärung.

„Nach diesem feigen Anschlag, bei dem wir den Tod des Unteroffiziers Sraoui Seifeddine und die Verletzung des Hauptgefreiten Zebiri Ahmed und des Unteroffiziers Seffari Abdelhak beklagen, wurden alle erforderlichen Sicherheitsmaßnahmen ergriffen, um das Gebiet abzusperren und zu durchsuchen sowie die Hintergründe und Umstände dieses Terroranschlags zu klären“, so die Stellungnahme des algerischen Militärs weiter.

Algerischer Präsident bekundet sein Beileid.

Der algerische Präsident Abdelmadjid Tebboune sprach der Familie des algerischen Soldaten auf Twitter sein Beileid aus.

„Mein Beileid gilt der Nationalen Volksarmee, den Nachkommen der Nationalen Befreiungsarmee und der Familie des Märtyrers der nationalen Pflicht, Sergeant Sarawi Seif El Dine, der mit seinen tapferen Kameraden einem Angriff an unseren westlichen Grenzen ausgesetzt war.“

Noch ist völlig unklar, welches Motiv und welche Gruppe hinter dem Anschlag stehen könnten. Ob wohl die Grenzen zwischen Marokko und Algerien offiziell seit 1994 geschlossen sind, findet von beiden Seiten ein reger Schmuggel von Treibstoffen, Drogen, Medikamenten und auch Menschen statt. Zugleich kämpfen beide Länder, unabhängig voneinander, gegen Terrororganisationen, die auch ein Interesse daran haben könnten, die Situation vor Ort weiter zu destabilisieren.

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