Busunglück in Marokko fordert ein Todesopfer und bis zu 56 Verletzte.

Busfahrer hat das Risiko mutmaßlich falsch eingeschätzt.

Bus
Bus kippt in einen Fluss

Bus kommt bei starken Regenfällen von der Straße ab und fällt in einen Fluss.

Marrakech – Am Donnerstag morgen kam es zu einem schweren Busunglück in Marokko. Nach Medienangaben kam es dabei zu einem Todesopfer und ca. 56 Verletzten. Ein Baby wird vermisst und es ist davon auszugehen, dass es nicht überlebt hat.

Ein Bus ist bei starkem Regen auf einer Straße zwischen El-Jadida und Marrakesch über eine überflutete Brücke gefahren. Er wurde von den Wassermassen von der Brück gespült und ins Flussbett getragen. Dabei kippte der Bus um.

Starke Regenfälle haben zahlreiche Bäche und Flüsse ansteigen lassen.

Nach unwetterartigen Regenfällen in Teilen Marokkos traten zahlreiche Bäche und Flüsse über die Ufer und überspülten Brücken und Straßen. Teilweise wurden die Brücken und Straßen unpassierbar. Augenzeugen zufolge stürzte der Bus, der von der Stadt Marrakesch in Richtung Safi fuhr, in einen sonst kleinen Flusslauf. Das Video zeigt den Unfallhergang.

Rettungsaktion und Aufräumarbeiten durch örtliche Behörden koordiniert.

An der Rettungsaktion waren zahlreiche Behörden und Rettungsdienste beteiligt. Darunter die Feuerwehr, die Gendarmerie, der Zivilschutzes sowie Einheiten der königlichen Streitkräfte. Durch den Einsatz von Rettungshubschraubern konnten einige der geretteten Passagiere des Unglücksbusses in das Ibn Toufail Hospital in Marrakesch gebracht werden.

Busfahrer hat das Risiko mutmaßlich falsch eingeschätzt.

Noch ist die Unglücksursache nicht offiziell bestätigt, da die Ermittlungen gerade aufgenommen wurden. Vieles spricht aber dafür, dass der Fahrer des Reisebusses die Gefahr durch das Wasser auf der Brücke unterschätzt hat. Das Video zeigt, dass er einigen Fahrern gefolgt ist, die die Brück überraschend überqueren konnten ohne weggespült zu werden. Doch bei seinem Versuch wurde der Bus von den Wassermassen erfasst. In Marokko kommt es bei Unwettern immer wieder zu solchen Unglücken. Die Busfahrer stehen unter Termindruck und besitzen aufgrund ihrer vermeintlichen Fahrerfahrung eine erhöhte Risikobereitschaft. Auch PKW-Fahrer überschätzen ihre Fahrpraxis und die Fähigkeiten ihrer Fahrzeuge auf den nicht selten schwierigen Straßen regelmäßig, was nicht selten zu Unglücken führt.

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