Erneute Verhaftung von mutmaßlichen IS (ISIS) Anhängern in Marokko.

Erneute Verhaftung - Vier Personen als mutmaßliche Terroristen in Casablanca verhaftet.

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Rabat meldet erneut Verhahftung von Terrorverdächtigen

Erneute Verhaftung – Vier Personen als mutmaßliche Terroristen in Casablanca verhaftet.

Rabat – Wieder melden die Behörden eine Verhaftung von Terrorverdächtigen. In Casablanca wurden vier Personen verhaftet und stehen unter Verdacht Terroranschläge vorbereitet zu haben und Anhänger des sog. Islamischen Staates (IS) zu sein. Wie das Nachrichtenportal „news24.com“ berichtet informierten die Behörden in Rabat darüber, dass am letzten Dienstag (16. August 2016) erneut eine vermeintliche Terrorzelle aufgelöst werden konnte. Die dabei festgenommenen Personen sollen im Wirtschaftsraum Casablanca, in der Region Morgrane, aktiv gewesen sein. Die Region liegt auch nahe der Hauptstadt Rabat.

Nach Auskunft des Innenministeriums sollen erste Befragungen die bisherigen Ermittlungen bestätigt haben, dass die Verdächtigen dem islamischen Staat nahe stehen und Anschläge auf „vitale Standorte in Casablanca“ geplant hatten.

Diese Verhaftung steht in einer ganzen Reihe von Festnahmen in den letzten Jahren. News24.com zitiert die Behörden, wonach seit 2002 ca. 159 Terrorzellen ausgehoben worden sind. Alleine 38 Zellen in den letzten drei Jahren. Erst im Juli dieses Jahres wurde, nach Angaben des Innenministeriums, eine sehr große Terrorzelle mit 52 Mitgliedern ausgehoben, maghreb-post.de berichtete darüber.

Terrorgefahr in Marokko ist nur schwer einzuschätzen.

Wie groß die Terrorgefahr im Königreich Marokko ist und ob es sich bei den Verhafteten tatsächlich immer um Terroristen mit konkreten Anschlagsvorbereitungen gehandelt hat, kann aus der Ferne nicht überprüft werden. Marokko hatte in der Vergangenheit immer wieder mit Anschlägen zu kämpfen gehabt. Der größte Anschlag fand 2003 in Casablanca statt und forderte 45 Todesopfer. Seit dem letzten Anschlag im Jahr 2011, in einem Café in Marrakech, gab es keine neuen Anschläge, was für eine erfolgreiche Arbeit der Sicherheitsbehörden sprechen könnte.

Das Potential für IS (ISIS) scheint aber in Marokko und anderen maghrebinischen Staaten relativ hoch zu sein. Laut einer Studie der US amerikanischen Soufan Group verließen 1200 Marokkaner das Land um sich dem IS in Syrien und im Irak anzuschließen und dies alleine in den letzten 18 Monaten. Es ist davon auszugehen, dass viele dieser dann kampferprobten Personen auch die Ideologie des IS mit ins Land bringen.

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