Maghreb – Frankreich akzeptiert bei Einreise nur Impfungen mit in der EU zugelassenen Impfstoffen.

Für Bürger der Maghreb-Staaten und zahlreicher anderer Länder Afrikas und des Nahen Ostens drohen Reisehindernisse.

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Düsseldorf
Flugreisen

Geimpfte Reisende mit nicht in der EU zugelassenen Impfstoffen benötigen weiterhin einen aktuellen PCR-Test.

Paris – Keine guten Nachrichten für Reisende aus Ländern außerhalb Europas, bei der Einreise in die EU. Nach den Wirrungen und Abschottungsmaßnahmen im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus, könnten nun neue Hindernisse für Reisewillige aufkommen. Es ist nicht ausgeschlossen, dass COVID-19 Impfschutz nicht gleich EU-Impfschutz bedeutet.

Frankreich hat sich dafür ausgesprochen, nur noch die von der Europäischen Arzneimittelagentur zugelassenen Impfstoffe im Rahmen eines Impfpasses zu akzeptieren. Das gab der französische Staatssekretär für europäische Angelegenheiten, Clément Beaune, am Montag, 31. Mai, bekannt. „Frankreich wird diese Impfstoffe nicht akzeptieren, solange sie nicht von der Europäischen Arzneimittelagentur zugelassen sind.“ Die Hersteller der chinesischen und russischen Impfstoffe haben alle Anträge auf Zulassung bei der Behörde eingereicht, aber sind noch nicht zugelassen.

Impfungen
Impfungen im Kampf gegen COVID-19

Für Bürger der Maghreb-Staaten und zahlreicher anderer Länder Afrikas und des Nahen Osten drohen Reisehindernisse.

Gerade in den Maghreb-Staaten und weiteren Ländern Afrikas und des Nahen Ostens kam der Impfstoff des chinesischen Herstellers Sinopharm zum Einsatz. Personen die damit geimpft wurden, würden bei der Einreise nach Frankreich und wahrscheinlich auch in andere Länder der EU behandelt, als wären sie nicht geimpft worden. Der Impfstoff von AstraZeneca wurde von der Europäischen Arzneimittelbehörde zugelassen und wurde ebenfalls breit eingesetzt, sowohl im direkten Einkauf, wie in Marokko und im Rahmen des UNO-COVAX – Programms.

Neben PCR-Test drohen weitere Hürden.

Das bedeutet, dass Personen, die mit einem Impfstoff von Sinopharm oder auch Sputnik V geimpft wurden, vorerst einen aktuellen PCR-Test vorweisen müssen, bevor sie nach Frankreich einreisen dürfen. Aber dieser negative PCR-Test und/oder der Nachweis der Impfung reicht nicht unbedingt aus, um nach Frankreich einzureisen. Nach Medienberichten diskutiert die Europäische Union über eine Liste von „grünen“ Drittländern, deren Staatsangehörige akzeptiert werden, sofern sie eine akzeptierte Impfung oder einen aktuellen negativen PCR-Test vorweisen können. Es bleibt abzuwarten, welche Einreiseregeln zukünftig für EU-Bürger außerhalb Europas, z.B. in die Maghreb-Staaten gelten werden.

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