Marokko – Anzahl der inhaftierten Straftäter erreicht Höchststand.

Weitere Gefängnisse sollen ausgebaut oder neu entstehen.

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Gefängnis
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Derzeit sitzen über 85.000 Frauen und Männer in marokkanischen Gefängnissen.

Rabat – Die Zahl der Gefangenen in Marokko hat, laut Mohamed Salah Tamek, Generaldelegierter für Gefängnisverwaltung und Reintegration (DGAPR), einen neuen Höchststand erreicht.

Die Tageszeitung Al Massae berichtet in ihrer heutigen Ausgaben, das die Zahl der Häftlinge im September 2019 bei 85.767 gelegen hat. Im Haushaltsplan für das Jahr 2020 hatte die DGAPR darauf gehofft, dass die Finanzmittel entsprechend angepasst werden. Herr Tamek wies darauf hin, dass die für die DGAPR bereitgestellten Finanzmittel nicht wie geplant aufgestockt wurden, was zu mehreren Schwierigkeiten und Hindernissen im Zusammenhang mit der Instandsetzung der Infrastruktur und dem weiteren Bau von Gefängnissen in städtischen und bevölkerungsreichen Gebieten führt.

Weitere Gefängnisse sollen ausgebaut oder neu entstehen.

Dennoch sollen die Gefängniskapazitäten erweitert werden. Der Generaldelegierte erklärte auch, dass sich die Gefängnisinfrastruktur in Marokko in Zukunft erweitern wird. Bereits angegangen sind der Bau neuer Gefängnisse unter anderem in Oujda, Asilah, Larache (…), die eine zusätzliche Kapazität von 5800 Betten erreichen sollen. Er kündigte auch den Bau eines neuen Gefängnisses in Dakhla mit einer Kapazität von 600 Betten an. Ausgebaut und modernisiert werden die Haftanstalten Taza, Aït Melloul, Safi, Khenifra, Taounate (….).

Haushaltsplan 2020 sieht Finanzmittel von rund 2,3 Milliarden MAD vor.

Der Generaldelegierte der nationalen Gefängnisverwaltung wies darauf hin, dass die der DGAPR, im Rahmen des Entwurfs des Finanzgesetzes 2020 zugewiesenen Mittel, einen Wert von rund 2,3 Milliarden marokkanische Dirham MAD erreichen. Davon werden 35,2% für Ausrüstung und sonstige Ausgaben eingesetzt. Zugleich gehen 74,8% der Summe in die Deckung der Personalkosten und in die Verpflegung der inhaftierten Frauen und Männer. Herr Tamek forderte nachdrücklich mehr finanzielle Mittel und mehr Personal.

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