Marokko – Erneut Staatsbürger aus Algerien zurückgeholt.

Quarantäne für Rückkehrer vorgeschrieben.

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Royal Air Maroc
Quelle RAM: Royal Air Maroc Dreamliner

Rund 300 in Algerien gestrandete marokkanische Staatsbürger aus Oran ausgeflogen.

Rabat – Zum zweiten Mal binnen weniger Tage hat die marokkanische Regierung gestrandete Staatsbürger aus Algerien ausgeflogen. Nach übereinstimmenden marokkanischen Medienberichten starteten drei Flugzeuge der staatlichen Fluggesellschaft Royal Air Maroc, um rund 300 marokkanische Staatsbürger aus der algerischen Provinzhauptstadt Oran abzuholen. Die Marokkanerinnen und Marokkaner verließen den Ahmed-Ben-Bella-Flughafen in Oran in Richtung Oujda. Dabei soll es keine Probleme von Seiten der algerischen Behörden gegeben haben.

Quarantäne für Rückkehrer vorgeschrieben.

Die marokkanische Regierung betont immer wieder, dass die Rückführung von im Ausland gestrandeten Staatsbürger unter den bestmöglichen Bedingungen stattfinden muss. Dazu zählen anscheinend zwei wesentliche Voraussetzungen. Zum einen muss der Transport unter hygienischen Bedingungen durchführbar sein. So ist die Zahl der Passagiere pro Flugzeug auf ca. 50% der Kapazität begrenzt, um Abstand zwischen den Passagieren sicherzustellen. Zum anderen müssen ausreichende Quarantäneplätze vorhanden sein. Auch die heute zurückgebrachten Staatsbürger müssen für 9-14 Tage in Quarantäne und werden daher in einem Hotelkomplex nahe des Touristenort Saidia untergebracht. Dort treffen sie auf Rückkehrer ebenfalls aus Algier und vielleicht aus Ceuta und Melilla.

Weitere Rückholaktionen aus Algerien werden erwartet.

Trotz der beiden Rückholaktionen, vom vergangenen Samstag und von heute, befinden sich weiterhin zahlreiche marokkanische Staatsbürger im Nachbarland Algerien. Viele von ihnen gehören zur ausreisewilligen Gruppe und sie hoffen auf weitere Transfers, die die Regierung auch nicht ausgeschlossen hat. Vielmehr ist zu erwarten, dass weitere Flüge aus Algerien nach Marokko organisiert werden. Die bisherigen Transfers werden vollständig vom marokkanischen Staat bezahlt. Nach Angaben des Außenministeriums in Rabat und des marokkanischen Regierungschefs warten über 31.000 Marokkanerinnen und Marokkaner auf ihre Rückkehr ins Königreich. Sie sind vor allem in Europa, aber auch in den USA und in afrikanischen Staaten gestrandet, nachdem das Land am 20. März seine Grenzen geschlossen hatte, um sich vor weiterer Einschleppung des Coronavirus SARS-COV 2 zu schützen.

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