Marokko – Fußballverband trennt sich von Nationaltrainer der Atlas Löwen

Bosnischer Trainer mit Erfahrung im maghrebinischen Fußball

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FRMF gibt offiziell Trennung von Vahid Halilhodžić bekannt.

Rabat – Seit Monaten wiederholten sich die Gerüchte und voreiligen Meldungen über eine bereits getroffene Entscheidung. Nun ist es offiziell. Vahid Halilhodžić ist nicht mehr Trainer der marokkanischen Fußballnationalmannschaft. In einer am 11. August veröffentlichten Erklärung gab der Königlich-Marokkanische Fußballverband (FRMF) bekannt, dass sich beide Seiten darauf geeinigt haben, „sich einvernehmlich zu trennen“.

Als Grund wurde angegeben, dass es „Unterschiedliche Ansichten“ zwischen dem FRMF und Coach Vahid über „die ideale Vorbereitung der Atlas-Löwen auf die Endrunde der 22. FIFA Weltmeisterschaft in Katar 2022″ gebe.

Die FRMF dankt dem ehemaligen Nationaltrainer für die Arbeit, die er während seiner Amtszeit als Nationaltrainer geleistet hat, und erinnert daran, dass sie „alle Mittel mobilisieren wird, um der Nationalmannschaft eine gute Vorbereitung auf die Weltmeisterschaft 2022 zu gewährleisten“.

Noch kein Nachfolger ernannt.

Drei Monate vor der Weltmeisterschaft, die vom 21. November bis 18. Dezember in Katar stattfinden soll, wurde der Nachfolger von Vahid Halilhodžić noch nicht bekannt gegeben. Vieles spricht dafür, dass Walid Regragui, der ehemalige Trainer von Wydad Casablanca, der in diesem Jahr mit seinem Club das Double gewann, die Nationalelf vorerst führen und unter anderem in der Gruppenphase der WM in den Begegnungen mit Belgiens, Kroatiens und Kanadas betreuen wird.

Bosnischer Trainer mit Erfahrung im maghrebinischen Fußball

Der nun ehemalige Trainer der marokkanischen Nationalmannschaft ist erfahren im Umgang mit maghrebinischen Fußballern. Vahid Halilhodžić war zuvor unteranderem Nationaltrainer Algeriens. Er hat bereits vier Nationalmannschaften in der Welt zur Teilnahme am FIFA WM-Turnier betreut (Côte d’Ivoire (Elfenbeinküste), Japan, Algerien und Marokko). Der Bosnier gilt als „hart“ im Umgang mit den Spielern, was ihm nicht immer Sympathiepunkte einbringt.

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