Marokko – Impfkampagne für ab 12-jährige beginnt.

Impfzentren in Schulen – Mobile Impftstationen für ländliche Regionen angekündigt

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COVID-19
Entwicklungen der COVID-19 Pandemie

Ab dem 31. August 2021 soll allen Schülerinnen und Schülern im Alter von 12-17 Jahren ein Impfangebot gemacht werden.

Rabat – Marokko startet nun, nur wenige Tage vor dem Schuljahresbeginn, der bereits um eine Woche verschoben wurde, ein Impfangebot für Schülerinnen und Schüler ab dem 12. Lebensjahr. Der interministerielle Ausschuss unter dem Vorsitz des Regierungschefs beschloss am vergangenen Freitag, ab dem 31. August 2021 eine groß angelegte Impfaktion gegen das Coronavirus SARS-COV 2 bzw. die COVID-19 Erkrankung zu starten.

Das Impfangebot richtet sich an alle Kinder und Jugendliche an den öffentlichen und privaten Schulen sowie ausländischer Missionsschulen. Den Behörden geht es darum, möglichst auf ein Ansteckungsrisiko bezogen sichere Bedingungen für den Beginn des Schuljahres zu gewährleisten. Dies soll sich wiederum auf die Qualität des Lernens auswirkt, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung des Ministeriums für nationale Bildung, Berufsausbildung, Hochschulbildung und wissenschaftliche Forschung sowie des Gesundheitsministeriums.

Wissenschaftlicher Ausschuss gibt Pfizer-BioNTech und Sinopharm Impfstoffe frei. Weiterhin keine Impfpflicht in Marokko

Die Kommission traf diese Entscheidung auf der Grundlage des Berichts des „Wissenschaftlichen Ausschusses“ für die nationale Impfstrategie, der nach einer Sitzung am vergangenen Donnerstag in Anwesenheit des Wissenschaftlichen Ausschusses für die nationale Anti-Covid-Strategie und der betroffenen Ministerien empfohlen hatte, Kinder im Alter von 12 bis 17 Jahren zu impfen, um alle Bürger, angesichts des „Wiederauftretens von Infektionsfällen“ in dieser Altersgruppe, zu schützen.

BioNTech
Quelle BioNTech Deutschland – COVID-19 mRNA Impfstoff von BioNTech und Pfizer

Der Ausschuss ist der Ansicht, dass eine Impfung der 12- bis 17-Jährigen ein wichtiger Schritt ist, um das Erreichen der Herdenimmunität durch die Nutzung der Impfstoffe „Sinopharm“ und „Pfizer-BioNTech“ zu beschleunigen, deren Wirksamkeit in dieser Altersgruppe durch internationale Erfahrungen nachgewiesen wurde. Es wird bekräftigt, dass diese Impfung freiwillig und mit dem Einverständnis der Eltern und Erziehungsberechtigten der Schulkinder durchgeführt werden muss, heißt es in dem Kommuniqué weiter.

Impfzentren in Schulen – Mobile Impftstationen für ländliche Regionen angekündigt

Die Schulen, die die Impfzentren für 12- bis 17-Jährige einrichten werden, sollen rechtzeitig auf dem offiziellen Portal des Bildungsministeriums www.men.gov.ma, auf den elektronischen Seiten der regionalen Bildungs- und Ausbildungsakademien und auf den offiziellen Seiten des Ministeriums in den sozialen Medien bekannt gegeben. Ebenso werden mobile Impfstationen in ländlichen Gebieten eingesetzt werden. Derzeit geht man davon aus, dass über 2,6 Mio. Kinder und Jugendliche in den nächsten Wochen geimpft werden müssten.

Schule
©Maghreb-Post – Marokkanische Schule

Die Behörden appellieren an die Eltern und Erziehungsberechtigten, ihre Kinder in die nächstgelegenen Schulen zu begleiten, damit sie die erste Impfdosis erhalten und so die gesundheitliche Sicherheit ihrer Familien schützen und bessere Lernbedingungen zu Beginn des nächsten Schuljahres gewährleisten können.

Sie erinnerten die Öffentlichkeit daran, dass die von den Behörden ergriffenen Gesundheitsmaßnahmen eingehalten werden müssen, um eine Verschlechterung der epidemiologischen Situation zu vermeiden.

Während die Missionsschulen (z.B. französische Institute) bereits am 3. September ins neue Schuljahr starten, beginnt in den öffentlich-rechtlichen Bildungseinrichtungen das neue Schuljahr jetzt am 10. September. Alle Beteiligten ist klar, dass der volle Impfschutz für die Kinder und Jugendlichen zu Beginn des Schuljahres noch nicht erreicht sein kann.

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