Marokko – Internationale Konferenz über Sexualerziehung und -medizin in Afrika

Beratungen über den Maputo-Aktionsplan der Afrikanischen Union AU

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Sexualerziehung
Konferenz zur Sexualerziehung und Reproduktionsmedizin

AMPF und Universität Mohammed V organisierten Konferenz zur Sexualerziehungen und Reproduktionsmedizin in Rabat.

Rabat – Die marokkanische Vereinigung für Familienplanung (AMPF) veranstaltete, in Zusammenarbeit mit der Mohammed V Universität in Rabat, eine internationale Konferenz zur Sexualaufklärung und Sexual- bzw. Reproduktionsmedizin in Afrika. Die Konferenz fand vom 30. Oktober bis 31. Oktober in der Fakultät für Erziehungswissenschaften (FSE) von Rabat statt. Die Veranstaltung diente dazu, die wissenschaftlichen Debatten zur Bedeutung der Sexualerziehung und der Reproduktionsmedizin als Forschungsthema zu beleuchten. Die Konferenz sollte auch jungen Studenten und Vertretern der Zivilgesellschaft eine Plattform bieten, um ihre Ideen und Vorschläge darüber auszutauschen, wie die Sexualerziehung in Marokko und in Afrika verbessert werden kann.

Beratungen über den Maputo-Aktionsplan der Afrikanischen Union AU

Die Konferenz bot auch Gelegenheit, den sog. Maputo-Aktionsplan 2016-2030 der Afrikanischen Union (AU) zu bewerten. Der Maputo-Plan, den die Gesundheitsminister der AU erstmals 2006 verabschiedet haben, zielt darauf ab, einen kontinentalen politischen Rahmen für die Sexualerziehung und Reproduktionsmedizin sowie für die Gesetzeslage zu schaffen. Der überarbeitete Plan 2016-2030 wurde von den Staatschefs auf der Generalversammlung der AU 2016 in Kigali, Ruanda, bestätigt. Die aktualisierte Fassung bekräftigt das Ziel, des universellen Zugangs zu Diensten für Sexualerziehung und reproduktiver Medizin in Afrika. Er soll auch dazu beitragen, die Ziele der Vereinten Nationen für nachhaltige Entwicklung (SDGs) zu erreichen, insbesondere die Ziele der Gesundheit und des Wohlbefindens sowie der Gleichstellung der Geschlechter.

Aktionsplan der AU auch für Marokko bindend.

Da Marokko 2017 wieder in die AU zurückgekehrt ist, gilt auch der Maputo-Aktionsplan für das Königreich, das daher verpflichtet ist, an der Verbesserung des Zugangs zu Sexualaufklärung und Gesundheit zu arbeiten. Die marokkanische Regierung kündigte bereits an, dass die Sexualaufklärung in das marokkanische Schulprogrammen aufgenommen wird. Da solche Themen in dem teils sehr islam-konservativen Land häufig tabuisiert werden, befürworten nicht alle politischen und gesellschaftlichen Gruppierungen die Aufnahme der Sexualkunde in den schulischen Lehrplan.

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