Marokko – Stromausfall legt Teile von Casablanca lahm.

Auch das Straßenbahnnetz ist ausgefallen.

1412
Moschee
Hassan II. Moschee in Casablanca Marokko

Störungen in Umspannungswerken sorgten für stundenlange Netzausfälle und betrafen 200.000 Menschen.

Casablanca – Eine Störung in einigen Umspannwerken des Energieversorgers Lydec führte am Mittwoch, den 8. Juli 2020, in einigen Bezirken von Casablanca zu einem vollständigen Stromausfall. Gegen 6:30 Uhr Ortszeit ging für viele Menschen in der marokkanischen Finanz- und Wirtschaftsmetropole plötzlich nichts mehr. Dies melden zahlreiche marokkanische Medien übereinstimmend und unter Berufung auf den Energieversorger.

Lydec, das lokale Versorgungsunternehmen, erklärte in einer Pressemeldung, dass „ein Zwischenfall im Mittelspannungsnetz des Betreibers ursächlich für den Stromausfall sei. Diese Störung stehe im Zusammenhang mit einer technischen Unterbrechung der Hochspannungsleitungen, die die drei Umspannungswerke von Lydec (Oulad Haddou, ADE und Dar Bouaâzza) versorgen. Diese Verkettung von Störungen führte zur Abschaltung von ca. 1.000 öffentlichen Verteilerstationen. Dadurch waren in der größten Stadt des nordafrikanischen Königreichs mehr als 200.000 Personen betroffen.

„Die Unterbrechung der Stromversorgung betraf vor allem die Bezirke Aïn Chock, Kalifornien, einen Teil von Ben M’sick, Mâarif, Anfa, die Innenstadt und Hay El Hassani“, so das Unternehmen weiter.

Auch das Straßenbahnnetz ist ausgefallen.

Da das Stadtzentrum betroffen war, war, neben zahlreichen Geschäften, Büros und Cafés, auch das Straßenbahnnetz betroffen. „Sobald der Vorfall eingetreten war, reagierte Lydec sofort. Die Betriebsmannschaften leiteten bezogen auf das Mittelspannungsnetz umgehend Maßnahmen ein. Über sein zentralisiertes Überwachungs- und Kontrollzentrum versorgte Lydec ab 8 Uhr morgens wieder etwa 50% der betroffenen Kunden“, fügt der Betreiber hinzu. „Die Stromversorgung wird schrittweise durch die Vernetzung mit alternativen Umspannwerken von Lydec wiederhergestellt, wobei sichergestellt wird, dass die Wiederanlaufzeit minimiert wird.“

Empfohlener Artikel