Marokko – Über 150 irreguläre Migranten überwinden Grenzzaun zu Ceuta.

Marokko spricht von vereitelten Grenzübertritten.

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Ceuta
Quelle MAP - Irreguläre Migration Grenzsicherung Ceuta

Insgesamt 400 Menschen versuchten in die spanische Enklave an Marokkos Küste zu gelangen.

Rabat – Über 150 sog. irreguläre Migranten, meist aus Ländern südlich der Sahara, darunter zahlreiche Menschen aus Guinea, überwanden heute, am 30. August 2019, die Grenzanlagen zwischen Marokko und der spanischen Exklave Ceuta. Marokkanische und spanische Grenzsicherungsbeamte versuchten den Grenzübertritt zu unterbinden. Von spanischer Seite werden fünf verletzte Polizisten gemeldet, so die spanische Zeitung El Faro de Ceuta.

Marokko spricht von vereitelten Grenzübertritten.

Nach Angaben der marokkanischen Regierung hätten insgesamt ca. 400 Migranten versucht, die Grenzen zu überschreiten. Die Versuche sollen in der Nähe der Ortschaft Belyounech, nahe der Stadt Fnideq stattgefunden haben. Laut einer Erklärung, die über die marokkanische – staatliche Nachrichtenagentur MAP verbreitet wurde, hätten die Behörden den „Massenansturm“ unterbunden. Von marokkanischer Seite ist keine Rede von den 150 Personen, die von den spanischen Behörden aufgegriffen wurden. Nach Angaben der marokkanischen Grenzsicherung wurden neun Migranten verletzt und in das lokale Krankenhaus von Fnideq gebracht. Insgesamt habe man auf marokkanischer Seite 90 Personen verhaftet. Die Behörden würden nach weiteren Personen suchen, die an dem Versuch beteiligt waren, um diese zu verhaften.

Erster größerer Ansturm in diesem Jahr.

Bisher konnten die marokkanischen Behörden solche Massenaktionen erfolgreich unterbinden. Marokko und Spanien arbeiten seit längerem zusammen, um den Druck auf Europa zu verringern. Dazu unterstützt Spanien das Nachbarland Marokko finanziell und mit Ausrüstung. Die marokkanischen Behörden sind entsprechend wenig daran interessiert, dass solche Grenzübertritte erfolgreich sind, um sowohl Spanien von der eigenen erfolgreichen Arbeit zu überzeugen und um Nachahmer abzuschrecken. Ein solcher Grenzübertritt, mit einer großen Anzahl von Menschen, wäre der erste in diesem Jahr.

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