Marokko – Zwei deutsche Staatsbürgerinnen wegen Drogenschmuggels festgenommen.

Deutsches Auswärtiges Amt bestätigt Festnahme der beiden jungen Frauen.

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Beide jungen Frauen am Grenzübergang Bab Sebta / Ceuta durch marokkanischen Zoll mit 42 kg Cannabis festgenommen.

Tétouan – Am vergangenen Freitag und Samstag wurden in zwei separaten Einsätzen vom marokkanischen Zoll in Zusammenarbeit mit der örtlichen Polizei, Versuche des Drogenschmuggels in größerem Ausmaß vereitelt. Beide Aktionen fanden am Grenzübergang Bab Sebta zur spanischen Enklave Ceuta statt.

In einem Einsatz vereitelten Zoll- und Polizeieinheiten am Bab Sebta am Samstag im Morgengrauen den Versuch, ca. 137 kg Chira an Bord eines in Spanien zugelassenen Fahrzeugs zu schmuggeln.

Nur einen Tag zuvor, am Freitag 2. September 2022, nahmen gemeinsame Einheiten des Zolls und der Polizei ebenfalls am Grenzübergang Bab Sebta zwei junge Frauen, mit deutscher Staatsbürgerschaft, fest, die im Besitz von 42 kg Chira (Cannabisharz) in Form von Platten gewesen sein sollen.
Dies gab der marokkanische Zoll bekannt. Die Drogenmenge wäre sorgfältig in Hohlräumen in der Nähe des Motors eines in Deutschland zugelassenen Kleinwagens versteckt gewesen.

Deutsches Auswärtiges Amt bestätigt Festnahme der beiden jungen Frauen.

Auf Nachfrage von Maghreb-Post bestätigte das deutsche Auswärtige Amt die Festnahme der beiden jungen Frauen. Aus dem deutschen Außenministerium heißt es: „Der Fall ist dem Auswärtigen Amt bekannt. Die betroffenen Personen werden von der Deutschen Botschaft Rabat konsularisch betreut.“ Weitere Auskünfte könne man aus „Gründen des Schutzes des Persönlichkeitsrechts der Betroffenen“ nicht machen.

Die festgenommenen Verdächtigen wurden der Kriminalpolizei von Tétouan zur weiteren Aufklärung unter Aufsicht der zuständigen Staatsanwaltschaft übergeben.

Geld- und Haftstrafen bis zu 10 Jahren möglich.

Grundsätzlich gelten in Marokko strenge Verbote hinsichtlich des Drogenkonsums und Drogenschmuggels, was keine ausreichende Abschreckung zu sein scheint. Neben Geldstrafen drohen schon beim Konsum Haftstrafen von zwei Monaten bis zu einem Jahr. Für den Besitz oder den Schmuggel größere Mengen drohen Haftstrafen zwischen fünf und zehn Jahren. Bei der Strafe wird von den marokkanischen Gerichten aber auch der Kontext und die Reife der Täter oder Täterinnen berücksichtigt. Nach jetzigem Informationsstand sollen die beiden Frauen relativ jung sein, was Berücksichtigung finden könnte.

Marokko ist eines der größten Anbauländer für Cannabis, das vor allem im Nordosten (Rif) in der schwer zugänglichen Gebirgsregion gepflanzt wird. Von dort aus wird vor allem der Cannabis über Spanien in die Niederlande oder Italien sowie Deutschland geschmuggelt.

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