Maghreb – Amazigh feiern Neujahr.

„Yennayer“ nicht in allen Ländern des Maghreb ein Feiertag.

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Yennayer
Quell: inumiden.com - Verbreitungsgebiet der Imazighen

Ureinwohner begehen das Jahr 2969 – Maghreb-Post wünscht ein frohes neues Jahr.

Maghreb – Heute und morgen feiern die Ureinwohner des Maghreb, die sog. Amazigh, ihr Neujahrsfest. Die Amazigh stellen neben den Arabern die größte Volksgruppe im Maghreb und lange Zeit wurden ihre Bräuche und Traditionen durch die Regime in Nordafrika unterdrückt. Doch zunehmend bekommt ihre Kultur wieder mehr Gewicht und öffentliche Präsenz, womit auch die Feiertage wieder an Bedeutung gewinnen. Die Ureinwohner begehen ihr Neujahrsfest immer im ersten Drittel des Januars. Das Neujahrsfest wird seit der Antike gefeiert. So kommt es, dass sie bereits das Jahr 2969 einleiten. Mit dem als „Yennayer“ bezeichneten Fest wird an mehrere Ereignisse in der wechselhaften Geschichte der oft als Berber bezeichneten Völker erinnert. Hauptsächlich wird ein Naturfest gefeiert, um den Winter zu vertreiben und ein neues Erntejahr einzuleiten. Das Neujahrsfest wird aber auch in Verbindung mit der Thronbesteigung von Pharao Schenschong I. gebracht. Der libysche Pharao soll den ägyptischen Thron im Jahr 950 v. Chr. bestiegen haben, nach dem er einen erfolgreichen Feldzug gegen Ägypten geführt hatte. Auf ihn soll die 22. Dynastie Ägyptens begründet sein.

„Yennayer“ nicht in allen Ländern des Maghreb ein Feiertag.

Das Volk der Amazigh ist in sich nicht einheitlich, sondern besteht aus vielen ethnischen Gruppen, die auch relativ abgegrenzt voneinander leben und handeln. Einzig bei einer Bedrohung der eigenen Kultur oder des Landes schließen sie sich zusammen. Sie sind historisch eine Mischung aus Nomaden, Reitervolk und Bauern. Sie besitzen eine Grundsprache, die aber in zahlreiche Dialekte unterteilt ist. Seit der Eroberung durch arabisch stämmige Volksstämme aus dem heutigen Saudi-Arabien, die auch die Islamisierung des Maghreb und sogar großen Teilen Spaniens betrieben haben, wurde die Amazigh-Kultur zurückgedrängt und eingeschränkt. Dies ändert sich erst seit wenigen Jahren und auch nur sehr langsam. So hat Marokko erst seit der Thronbesteigung von König Mohammed VI. und insbesondere erst nach der Verfassungsreform von 2011, die Sprache Tamazigh als Amtssprache anerkannt und eingeführt. In Algerien ist auch das Neujahrsfest der Amazigh ein offizieller Feiertag. Das ist in den übrigen Ländern nicht der Fall.

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