StartMarokkoMarokko – Regierung beginnt mit Auszahlung der Erdbebenhilfen

Marokko – Regierung beginnt mit Auszahlung der Erdbebenhilfen

Gelder sollen aus dem Sonderfond zur Bewältigung der Erdbebenfolgen kommen.

Erste Auszahlungen von 2.500 MAD pro Monat an Katastrophenopfer sollen am 6. Oktober 2023 beginnen.

Rabat – Der marokkanische Regierungschef Aziz Akhannouch hat am gestrigen Montag (2. Oktober 2023) in Rabat die 5. Sitzung des interministeriellen Komitees zur Umsetzung eines Soforthilfeprogramms zur Bewältigung der Folgen des schweren Erdbebens vom 8. September 2023 in der Provinz Al Haouz, ca. 80 km südwestliche von Marrakech, geleitet. Ziel des Programms ist die Sanierung oder der Wiederaufbau der durch das Erdbeben beschädigten bzw. zerstörten Häuser und Gebäude.

Betroffene sollen 2.500 MAD pro Monat für zunächst ein Jahr Beihilfen bekommen.

Es wurde beschlossen, den Familien, deren Häuser ganz oder teilweise eingestürzt seien, vom 6. Oktober 2023 bis zum 16. Oktober 2024 eine Soforthilfe von 2.500 marokkanische Dirham MAD pro Monat zu gewähren, heißt es in einer Pressemitteilung der Kanzlei des Regierungschefs.

Vom Erdbeben betroffene Familien, die in diesem Zeitraum noch keine finanzielle Unterstützung erhalten haben, können ihre Ansprüche bei den zuständigen Provinzkommissionen geltend machen, heißt es weiter.

Reparatur und Erweiterung der Straßeninfrastruktur bekommt ebenfalls Priorität. Über 1.000 Schulen müssen begutachtet werden, Gesundheitszentren sollen schnell ihre Arbeit wieder aufnehmen.

Die Regierung habe außerdem beschlossen, die Straßen zu verbessern und zu verbreitern. In einer ersten Projektphase sollen die Straße zwischen Ouirgane und Tlat N’Yacoub sowie die Straße zwischen Tizi N’tasset und Tafoughalet geöffnet und verbreitert werden. Außerdem werden die Bauern beim Wiederaufbau des nationalen Viehbestands unterstützt. In den betroffenen Gebieten werden Gerste und Mischfutter subventioniert.

Für dringende Wiederaufbauprojekte wurde eine sofortige und kohärente Umsetzung beschlossen. Es werden architektonische und technische Studien für den Wiederaufbau und die Modernisierung von mehr als 1.000 Schulen, die Verbesserung von 42 lokalen Gesundheitszentren, die Verschönerung historischer Stätten und die Verstärkung und Restaurierung von Moscheen, Zaouias und Mausoleen durchgeführt.

Gelder sollen aus dem Sonderfond zur Bewältigung der Erdbebenfolgen kommen.

Um die finanziellen Auswirkungen dieser Projekte zu bewältigen, wurde beschlossen, 2,5 Milliarden MAD aus dem Sonderfonds zur Bewältigung der Erdbebenfolgen bereitzustellen. Dies betrifft insbesondere Projekte in den Bereichen Bildung, Gesundheit, Ausrüstung, Wohnungsbau, Kultur, Tourismus, Landwirtschaft und Wohnungsbau“, so die Meldung weiter.

Die Regierung sei entschlossen, das Wiederaufbauprogramm in den vom Erdbeben betroffenen Regionen gemäß den königlichen Anweisungen zu verbessern. Die Mitglieder des Komitees bestätigten während der Sitzung, dass die Regierung bereits mit der Umsetzung dringender Projekte begonnen habe.

Um die Folgen des Erdbebens und den Wiederaufbau zu bewältigen, aber auch um einen qualitativen Sprung in der wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Entwicklung der Menschen in den betroffenen Regionen zu ermöglichen, rief der Regierungschef die verschiedenen betroffenen Ministerien auf, weiterhin intensiv an einer schnellen und optimalen Umsetzung der verschiedenen Prioritäten des integrierten Programms zu arbeiten, heißt es in der Pressemitteilung.

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