StartGesellschaftMarokko – Sicherheitsbehörden wollen Kampf gegen Cyberkriminalität verstärken.

Marokko – Sicherheitsbehörden wollen Kampf gegen Cyberkriminalität verstärken.

Sicherheitsbehörden bauen landesweites Kompetenznetz im Kampf gegen Cyberkriminalität auf.

DGSN misst dem Kampf gegen Cyberkriminalität eine zentrale Bedeutung zu.

Rabat – Die letzten Jahre haben ein größeres Licht auf die Kriminalität im Internet bzw. Cyberspace geworfen. Neben Hackerangriffen und einem schwellenden Hackerschlagabtausch zwischen Algerien und Marokko ist auch die Kriminalität im Netz zunehmend ein Problem.

Das Königreich nutzt bereits und setzt zunehmen auf die digitalen Technologien des Internets für die eigene Entwicklung in der Wirtschaft, Verwaltung und in der Bildung womit eine allgemeine anfällig für Angriffe von Cyberkriminellen entsteht. Dabei ist den meisten nicht bewusst, dass man von mindesten zwei Bereichen des Internets sprechen muss. Das Wold Wide Web (www), wie es die meisten kennen und die andere, von den Suchmaschinen nicht erfasste Seite, dem sog. Darknet, Darkweb oder auch Deepweb. Einige Cyberkriminelle operieren vom Darkweb oder Deepweb aus, dem eher unbekannten Teil des Internets, in dem nicht nur aber eben auch illegale Aktivitäten stattfinden. Aber auch im allgemein bekannten Teil des Internets, werden Verbrechen verübt, von der Verleumdung, sexuelle Belästigung über Betrug bis hin zum Diebstahl von persönlichen Daten ist das Spektrum groß. Bereits in der Bekämpfung des Terrorismus spielt der Cyberspace eine sehr große Rolle.

DGSN baut Kapazitäten aus.

Der nationale Sicherheitsdienst (DGSN) verfolge nach eigenen Angaben seit mehreren Jahren eine mehrdimensionale Strategie zur Bekämpfung der Cyberkriminalität in der virtuellen Welt, indem er sowohl auf zentraler als auch auf regionaler Ebene Spezialeinheiten einsetze.

Anlässlich der vierten Ausgabe der Tage der offenen Tür der nationalen Sicherheit, die vom 17. bis 21. Mai 2023 in Fes stattfanden, habe die DGSN der Cyberkriminalität einen eigenen Bereich gewidmet. Damit möchte sie die Öffentlichkeit für die verschiedenen Formen der Cyberkriminalität, die damit verbundenen Gefahren und die Mittel zu ihrer Prävention sensibilisieren. Gleichzeitig wurde der 67. Jahrestag der Gründung dieses Dienstes gefeiert.

Gegenüber der staatlichen Sendergruppe SNRT erläuterte Frau Leila Zouine, Leiterin der Abteilung Digitale Beweismittel und Fotografie, dass diese Straftaten aufgrund der steigenden Zahl der Nutzer sozialer Netzwerke zunehmen. Sie verwies auf die Bemühungen der DGSN zur Bekämpfung dieser Straftaten. Sie stellte fest, dass diese Technologien sehr oft für kriminelle Zwecke missbraucht werden.

Sicherheitsbehörden bauen landesweites Kompetenznetz im Kampf gegen Cyberkriminalität auf.

Zu diesem Zweck sei eine Cybercrime-Einheit und eine nationale Sondereinheit sowie 32 regionale Cybercrime-Teams eingerichtet, die auf Cyberkriminalität spezialisiert sind, so Frau Zouine gegenüber SNRTnews weiter.

Darüber hinaus wurden Einheiten für die digitale forensische Untersuchung verschiedener elektronischer Medien wie Telefone und Computer eingerichtet. Regionale Labors gibt es in Fes, Marrakesch, Casablanca, Laâyoune und Tetouan.

Während der Tage der offenen Tür zog der Sonderbereich Cyberkriminalität das Interesse vieler Besucher auf sich. Sie interessierten sich dafür, wie diese Straftaten bekämpft werden können. Sie möchten aber auch wissen, wie sie gefälschte Informationen erkennen können, um sich nicht täuschen zu lassen. Deshalb erhalten die Besucher Informationen über kriminelle Methoden wie sexuelle Erpressung im Internet, üble Nachrede, Internetbetrug, Hacking, Identitätsdiebstahl, Account-Hacking etc. Leider gab es von den Behörden keine aktuellen Zahlen zur Cyberkriminalität.

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