Maul- und Klauenseuche in Algerien.

In Algerien ist die Maul- und Klauenseuche ausgebrochen.

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Maul- und Klauenseuche
Maul- und Klauenseuche ausgebrochen

In Algerien ist die Maul- und Klauenseuche ausgebrochen – Grenze zu Marokko geschlossen.

Algier – In Algerien ist nach Medienberichten die Maul- und Klauenseuche ausgebrochen. Trotz seit 2014 wiederholt durchgeführten Impfaktionen konnte das wiederholte Ausbrechen der Seuche, die sowohl Rinder wie auch Schafe befallen kann, nicht verhindert werden.

Die Maul- und Klauenseuche (MKS) ist eine hoch ansteckende Viruserkrankung, die insbesondere bei Rindern und Schweinen auftritt. Die Tierseuche kann aber auch andere sog. Paarhufer wie Rehe, Ziegen und Schafe befallen. Gelegentlich konnte die Seuche auch bei Elefanten, Ratten und Igel diagnostiziert werden. Eine Infektion des Menschen kann in seltenen Fällen ebenfalls vorkommen, hat aber keine ernsthaften Folgen. Bei den Tieren hingegen ist die Sterblichkeitsrate sehr hoch. Die Seuche ist hochansteckend und verbreitet sich daher schnell.

Algerien hatte gegen Virus Typ 0 aber nicht gegen Virus Typ A geimpft.

Wie die Nachrichtenplattform Le360.ma berichtet, schein das tragische an diesem aktuellen Ausbruch zu sein, dass Algerien seine Herden gegen den Virus Typ 0 geimpft hatte. Gegen den Virus Typ A wurde die Impfung nicht durchgeführt. Genau dieser Virus Typ A hat nun zum Ausbruch geführt. Betroffene Tiere können nicht durch Medikamente geheilt werden, sondern müssen getötet und durch Verbrennung vernichtet werden um jede weitere Verbreitung zu verhindern.

Die Viehwirtschaft ist in allen maghrebinischen Ländern ein traditioneller und wichtiger Wirtschaftszweig. Insbesondere die ländliche, speziell die berberische Bevölkerung, lebt von der Aufzucht und dem Verkauf von Rindern und Schafen.

Marokko schließt die Grenzen für Importe von Tierprodukte aus Algerien.

Das westliche Nachbarland Algeriens hat bereits auf die Tierseuche reagiert. Marokko hat aus Sorge vor einer Ausbreitung die Grenzen für den Import von Tierprodukten aus Algerien geschlossen. Gerade die Grenzregion lebt vom regen Austausch von Waren aller Art. Das Handelsverbot erstreckt sich auch auf sog. Sekundärprodukte wie Futtermittel. Die marokkanische Gesundheitsbehörde ONSSA hat darüber hinaus alle Veterinäre in der Grenzregion angewiesen Untersuchungen der Tierbestände vorzunehmen. Ebenfalls wurde eine Impfaktion gegen den in Algerien identifizierten Virustyp A in Angriff genommen. Noch sind keine Meldungen bekannt, dass die Seuche sich über die Grenzen hinweg verbreitet hat.