Algeriens Satellit wird in Kooperation mit China gebaut.

Algerischer Satellit Alcomsat-1 wurde kurzfristig nachgerüstet.

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Satellit
China baut für Algerien einen Satelliten.

Satellit soll zivile und militärische Kommunikation sicherstellen.

Algier/Peking – Algerien plant den Bau (Kauf) eines Kommunikationssatelliten. Dieser soll die zivile wie auch militärische Kommunikation in Zukunft sicherstellen. Wie algerische Medien berichten, wird der Satellit in Kooperation mit China entwickelt und von der chinesischen Raumfahrtbehörde auch ins All transportiert. Das Projekt wird als strategisch wichtig bezeichnet. Wie das algerische Nachrichtenportal „Algerie Focus“ berichtet, wird es der Satellit ermöglichen, das Abhören von Kommunikation durch den kürzlich gestarteten marokkanischen „Militärsatelliten“ zu verhindern.

Algerischer Satellit Alcomsat-1 wurde kurzfristig nachgerüstet.

Der algerische Satellit mit dem Namen Alcomsat-1 soll in erster Linie Algeriens strategischen Sicherheitsbedürfnissen, insbesondere in Bezug auf die Kommunikations- und Abhörsicherheit, dienen.

Der Satellit, der bisher nur eine unterbrechungsfreie Kommunikations- und Internetversorgung im Land sicherstellen sollte, scheint kurzfristig neue Funktionen erhalten zu haben. Es ist zu vermuten, dass dieses Update als Reaktion auf die Funktionen des kürzlich ins Weltall geschossenen marokkanischen Satelliten, Mohammed VI.-A, erfolgte. Zur Steuerung von Alcomsat-1 werden zwei Kommandostationen in Algerien eingerichtet. Die eine Kommandostation soll in Medea und die zweite in Ouargla stehen.

Nachbarland Marokko besitzt bereits erstes eigenes Satellitensystem.

Das Nachbarland Marokko hat bereits ein eigenes Satellitensystem. Erst am 08. November 2017 startete Marokko, in Zusammenarbeit mit Frankreich und Italien, einen Satelliten – maghreb-post berichtete. Marokko bezeichnet den Satelliten als Erdbeobachtungssatelliten mit überwiegend zivilen Aufgaben. Sowohl Algerien als auch Spanien sehen aber auch die Nutzungsmöglichkeit für militärische Aufgaben. Im kommenden Jahr (2018) soll ein zweiter Satellit hinzukommen. Sie sollen in Kombination betrieben werden, um das sogenannte „Plejaden System“ zu bilden, das für zivile und militärische Zwecke genutzt werden kann. Das „Plejaden System“ ist ein Gemeinschaftsprojekt von Airbus Defence & Space und Thales Alenia Space und kann pro Tag etwa 1.000 Fotos zur Verfügung stellen. Algerien befürchtet darüber hinaus, dass Marokkos Satellitensystem auch über Abhörtechnik oder Störtechnologie verfügt, womit die Kommunikation in Algerien gefährdet werden könnte.

Starttermin für Algeriens Satellit noch unbekannt.

Es ist sicherlich kein Zufall, dass die Nachricht recht zeitnah zum Start des marokkanischen Satelliten in Umlauf geraten ist. Wann Algerien allerdings seinen Satelliten starten wird, ist noch unklar. Die Information ist aber grundsätzlich nicht neu. Bereits Anfang des Jahres hatten algerische Beamte bestätigt, dass das Land am Kauf eines Satelliten interessiert ist und Verhandlungen geführt werden. Laut Le360 hatte man bereits mitgeteilt, dass die Verhandlungen bis zum Jahresende abgeschlossen sein könnten.

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