Marokko – Marine rettet 117 Flüchtlinge aus Seenot.

30% mehr aufgegriffene Flüchtlinge durch Zoll und Marine.

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Marine
Marokkanisch königliche Marine

Behörden melden insgesamt Erfolge bei der Verminderung von Flüchtlingsbewegungen nach Europa.

Rabat – In der Nacht vom 10. auf den 11. Mai rettete die Küstenwache der Königlichen Marine im Mittelmeer drei Schlauchboote mit 117 Personen aus Seenot. Die Menschen an Bord der Boote versuchten illegal nach Spanien zu gelangen. Die geretteten Menschen wurden laut Angaben der Marine sicher und gesund zu den Häfen von Ksar-Sghir und Nador zurückgebracht.

30% mehr aufgegriffene Flüchtlinge durch Zoll und Marine.

Marokkanische Behörden haben es in den vergangenen Monaten geschafft, die Rate der illegalen Migration nach Spanien zu verringern, nachdem sie gegen Schmuggelnetze vorgegangen waren, so der marokkanische Leiter der Behörde für Migration und Grenzkontrolle, Herr Zerouali, am Freitag gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters. Dabei gab er auch konkrete Zahlen bekannt. Bisher sind in diesem Jahr 7.202 Menschen aus Marokko nach Spanien gelangt, rund 2.000 mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Mehr als die Hälfte der diesjährigen Überfahrten fanden jedoch im Januar statt. Die Zahlen in den folgenden drei Monaten sollen dann stark zurückgegangen sein. Der Behördenvertreter berichtet weiter, dass Marokko in diesem Jahr bisher 25.000 illegale Überfahrten verhindert hätte. Das wären 30% mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Marokko kooperiert eng mit Spanien und Europa.

Die Route zwischen Marokko und Spanien ist zu einer der wichtigsten illegalen Einreiserouten für Migranten nach Europa geworden, da Druck ausgeübt wurde, um andere Routen von der Türkei nach Griechenland oder Libyen nach Italien zu schließen.

Im letzten Jahr hat die Europäische Union und insbesondere Spanien Marokko dazu drängen und bewegen können, die Grenzen stärker zu bewachen. Dazu hat man Marokko auch finanziell ausgestattet. Das verstärkte Vorgehen Rabats ist an den immer häufiger gemeldeten Aufgriffe im Mittelmeer zu beobachten. Bisher gab es in diesem Jahr auch keine Versuche, die Grenzzäune der spanischen nordafrikanischen Enklaven Ceuta und Melilla zu stürmen. „Die von Marokko ergriffenen Maßnahmen führten dazu, dass der Migrationsfluss nach Spanien gebremst wurde“, sagte Zerouali.

Marokko – Marine stopp erneut Flüchtlingsboot durch Beschuss.

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