Marokko – Getreideernte um 49% gesunken.

Rückgang der Regenmenge wirkt sich negativ auf Ernteertrag aus.

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Getreideernte
Getreideernte

Landwirtschaftsministerium gibt erste Zahlen zum Erntejahr 2018/2019 bekannt.

Rabat – Das marokkanische Ministerium für Landwirtschaft und Fischerei gab bekannt, dass die Getreideernte im Zeitraum 2018/2019 bei ca. 52 Millionen Doppelzentner gelegen hat. Gegenüber dem Vorjahr ist das ein Rückgang von 49%. Damit liegt der tatsächliche Ertrag der Getreideernte nochmals unter den bisherigen Prognosen. Nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums, unter der Leitung von Minister Aziz Akhennouch, konnte Marokko sein Getreide auf einer Fläche von 3,6 Millionen Hektar anbauen. Die Gesamtproduktion teilt sich auf unterschiedliche Getreidesorten auf. Es wurden ca. 26,8 Millionen Doppelzentner an Weichweizen, 13,4 Millionen Doppelzentner an Hartweizen und ca. 11,6 Millionen Doppelzentner an Gerste geerntet, so das Ministerium in seiner Erklärung weiter.

Rückgang der Regenmenge wirkt sich negativ auf Ernteertrag aus.

Als Hauptgrund für den Rückgang des Ernteertrags nennt das Ministerium eine schlechte Niederschlagsmenge (Regen und Schnee) im Land. Dabei fehlte es, in den entscheidenden Monaten, insbesondere an der benötigten Regenmenge. „Die Niederschlagsmenge betrug Ende Mai 2019 ca. 290,5 mm auf 12 Monate gerechnet, was einem Rückgang von 23% gegenüber dem Vorjahr entspricht“, erklärte das Ministerium. Die landwirtschaftliche Wertschöpfung für das BIP dieses Erntejahres wird auf 120 Milliarden marokkanische Dirham MAD (ca. 11,21 Milliarden Euro*) geschätzt.

Getreideernte noch unter der Prognose

Der Bericht des Ministeriums weist Ergebnisse aus, die noch unter der Prognose des Amts für Wirtschaftsstudien und Finanzplanungen aus dem Juli 2019 liegen. Die Prognose ging für das Erntejahr 2018/2019 noch von einer Getreideproduktion in Höhe von 61 Millionen Doppelzentner aus und damit von einem Rückgang in Höhe von 40,5%.

Jetzt wartet man auf die Ergebnisse für weitere landwirtschaftliche Erzeugnisse. Die Prognose geht bei Obst und Gemüse sowie bei der Aufzucht von Nutztieren von positiven Ergebnissen aus. Bei Zuckerrüben erwartet man ca. 70 Tonnen pro Hektar. Ähnlich optimistisch ist man bei Oliven, Zitrusfrüchten und Datteln.

*Wechselkurs stand 8. August 2019

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