Marokko – Längstes Stromkabel der Welt soll Großbritannien mit Marokko verbinden.

Investitionsvolumen von 18 Mrd. britischen Pfund

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Solarpark
Neuer Solar- und Windpark soll Großbritannien mit Strom versorgen.

Solar- und Windpark in Marokko soll Strom ohne Umweg durch die EU-Netze nach Großbritannien liefern.

London – Da kündigt sich das erste Mega-Projekt zwischen Großbritannien und Marokko an. Das längste Unterwasserstromkabel der Welt soll Marokko mit dem britischen Stromnetz verbinden.

Das in Großbritannien ansässige Unternehmen Xlinks plant, den Bau eines 10,5 GW Solar- und Windkraftparks in Marokko und den Verkauf des erzeugten Stroms in Großbritannien. Dabei sollen 7 GW aus einer Solaranlage und mehr als 3,5 GW aus einer Windkraftanlage stammen. Dazu soll ein 3.800 km langes Unterseekabel, die längste Unterwasser-Stromübertragungsverbindung der Welt, den Umweg über das EU-Stromnetz vermeiden.

Seit dem Brexit nähern sich Großbritannien und Marokko zunehmen an. Zahlreiche Abkommen und Handelsverträge wurden geschlossen.

Investitionsvolumen von 18 Mrd. britischen Pfund

Das ehrgeizige Projekt, habe ein Investitionsvolumen von rund 18 Milliarden britischen Pfund, sagte der CEO des Unternehmens, Simon Morrish, in einem Interview mit dem Fachmagazin „pv“. Im Vorstand von Xlinks sitzen u.a. Paddy Padmanathan, der Präsident und CEO von Saudi ACWA Power, das an mehreren Projekten für erneuerbare Energien in Marokko beteiligt ist. Über den genauen Standort in Marokko wird wohl noch beraten. Das Unternehmen sei in Gesprächen mit verschiedenen Regionen.

Bau des Energieparks und Verlegung des Unterseekabels sollen international ausgeschrieben werden.

Das Unternehmen Xlinks plant die einzelnen Projektteile international auszuschreiben. Dabei geht es, sowohl um den Bau des Solar- und Windparks in Marokko, als auch um die Verlegung des 3.800 km langen Stromkabels. Das erste 1,8-GW-Kabel soll bereits Anfang 2027 verlegt sein. Nur zwei Jahre später soll ein zweites Stromkabel folgen und dann ebenfalls den Stromtransport ermöglichen.

Das britische Unternehmen Xlinks befindet sich bereits, nach eigenen Angaben, in Gesprächen mit drei großen europäischen Kabelherstellern für den Bau der Übertragungsleitungen.

Nach seiner Fertigstellung soll das Projekt jährlich 26 TWh über die sog. Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragungsleitung (HGÜ) im Rahmen eines Differenzvertrags (CfD) nach Großbritannien liefern. Die beiden Kabel sollen dann u.a. in Wales und Devon aus dem Meer kommen.

Der britisch – marokkanische Windparkt soll dann ca. 7,5 % des britischen Strombedarfs deckt und dabei helfen, die Klimaziele Großbritanniens zu erreichen.

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