Tunesien – Beschwerde gegen Marokko vor der WTO eingereicht.

Tunesien wirft Marokko unlautere Methoden vor.

WTO
Tunesien reicht Beschwerde gegen Marokko bei der WTO ein.

Tunesien leitet Schlichtungsverfahren wegen Antidumpingzölle Marokkos vor der WTO ein.

Tunis – Die tunesische Regierung hat eine offizielle Beschwerde gegen Marokko bei der Welthandelsorganisation (WTO – World Trade Organisation) eingereicht. Hintergrund ist, dass Marokko sog. Antidumpingzölle auf Schulhefte eingeführt hat. Marokko erhebt Sonderzölle auf Schulhefte, die aus tunesischer Produktion stammen, weil diese angeblich zu unfairen Wettbewerbsbedingungen produziert werden. Die in Marokko stätigen Schulheftproduzenten können nicht zu den gleichen Kosten produzieren, wie es in Tunesien möglich zu sein scheint.

Tunesien wirft Marokko unlautere Methoden vor.

Wie die Welthandelsorganisation WTO bestätigt, hat Tunesien in einem ersten Schritt ein Vermittlungsverfahren beantragt. Tunesien sieht in der Erhebung von Antidumpingzöllen einen Verstoß gegen geltende WTO – Regeln. Tunesien wirft Marokko vor, in einer Weise zu handeln, die mit einer Reihe von Bestimmungen des WTO – Antidumpingübereinkommens unvereinbar ist. Unter anderem sieht Tunesien in den Antidumpingzöllen eine protektionistische Maßnahme, um die eigenen Hersteller zu schützen. Dies ist das erste von Tunesien bei der WTO eingeleitete Beschwerdeverfahren.

Mögliche Verhandlung vor einem Schiedsgericht der WTO.

Der Antrag auf ein Vermittlungsverfahren ist der formelle Ausgangspunkt für das WTO – Schlichtungsverfahren. Das Vermittlungsverfahren gibt den Parteien die Möglichkeit, die Angelegenheit zu beraten und einen Vergleich zu schließen, ohne ein Verfahren einleiten zu müssen. Nach 60 Tagen, wenn kein Vergleich erzielt werden konnte, kann der Beschwerdeführer beantragen, dass die Angelegenheit an ein Schiedsgericht verwiesen wird. Tunesien ist seit 1995 Mitglied der Welthandelsorganisation.

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