Marokkanische Vormittags-Show „Sabahiyat“ erleidet Shit-Storm!

Marokkanische Vormittags-Show gibt Schmink-Tipps für Frauen, die Opfer häuslicher Gewalt wurden- Shit-Storm!

Marokkanische Vormittags-Show „Sabahiyat“ gibt Schmink-Tipps für Frauen, die Opfer häuslicher Gewalt wurden- Shit-Storm!

Die beliebte marokkanische Vormittags-Show „Sabahiyat“, des TV-Senders 2M, ist bekannt für ein buntes Angebot von Themen, die vor allem die schönen Seiten des Lebens betrachtet. Die Zielgruppe sind Hausfrauen und entsprechend gibt es zahlreiche Tipps und Tricks. Darunter auch Schönheitstipps z.B. zum Thema Schminken. In der letzten Woche gab es teilweise ganz besondere Schmink-Tipps. Gerade diese „Schmink-Tipps“ lösten eine Protestwelle in den Sozialen Netzwerken aus – die sich zu einem Shit-Storm ausgeweitet haben.

Die Moderatorin wurde von einer Kosmetikerin unterstützt. Die Kosmetikerin präsentierte an einer jungen Frau, die ein Opfer häuslicher Gewalt darstellen sollte, wie man die entsprechenden Folgen im Gesicht überschminken kann. Mit konkreten Tipps für das kaschieren von Blutergüssen und Prellungen wurden Techniken und Produkte vorgeführt. Natürlich hat die Moderatorin darauf hingewiesen, dass es bedauerlich ist auf die Wunden von Frauen eingehen zu müssen, aber es gebe ja dieses Situationen. Mit den optischen Tricks soll es aber möglich sein zumindest in der Öffentlichkeit auftreten zu können, wenn der Partner gewalttätig geworden sei.

Nach Ausstrahlung der Sendung hagelte es nur so Proteste gegen den Sender. In zahlreiche Kommentare und Tweeds drückten die Menschen nicht nur ihre Verärgerung, sondern auch ihr Unverständnis über die Behandlung dieses schwierigen Themas aus. Nicht wenige forderten Sanktionen gegen den Sender. Hauptvorwurf ist, dass der Sende das Thema damit verharmlosen würde. Die Zuschauer wünschten sich eine umfassende Behandlung des Themas. Anstatt die Täter anzuprangern, wurde den Frauen nahegelegt, die Folgen zu „überschminken“. Mittlerweile hat der marokkanische TV-Sender 2M reagiert und den Beitrag auf seiner Internetseite entfernt. Ebenso hat sich der Sender für den Beitrag entschuldigt. Dennoch ist der Beitrag weiterhin im Internet zu finden (hier klicken).