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Marokko – Phosphatkonzern OCP und IFC wollen mit 800 Mio. US-Dollar Landwirtschaft in Afrika fördern.

Bank of Afrika an Kooperation beteiligt.

Eigene Finanzierungsplattform von OCP-Group und IFC soll nachhaltige Landwirtschaft in Afrika unterstützen und stellt 800 Mio. US-Dollar bis 2030 zur Verfügung. Bank of Afrika an Kooperation beteiligt.

Casablanca – Die marokkanische OCP-Gruppe, einer der weltweit führenden Hersteller von Phosphatdüngern, und die International Finance Corporation (IFC) haben am vergangenen Dienstag (10. Oktober 2023) eine neue Finanzierungsplattform für den Agrarsektor ins Leben gerufen. Ziel sei es, bis 2030 Kapital in Höhe von 800 Millionen US-Dollar für den Aufbau nachhaltiger Ernährungssysteme in Afrika bereitzustellen, berichtet die Tageszeitung Aujourd’hui le Maroc. Die neue Plattform wird Kompetenzen entwickeln, Arbeitsplätze schaffen und die Ernährungssicherheit fördern.

Die Plattform wird dazu beitragen, 30 landwirtschaftliche Wertschöpfungsketten in Afrika durch Finanzierung und Berufsausbildung zu unterstützen. Sie umfasst 60 Agrarfinanzierungsprojekte für verschiedene Kulturen, die das Wachstum und die Widerstandsfähigkeit des Sektors beeinflussen.

Die gezielte Investitionsstrategie dieser neuen Agrarfinanzierungsplattform werde das nachhaltige Wachstum des Agrarsektors unterstützen und die Ernährungssicherheit auf dem gesamten Kontinent verbessern, heißt es in der Erklärung. Die Landwirtschaft ist für die afrikanische Wirtschaft von entscheidender Bedeutung. Der Sektor trägt rund 20 Prozent zum BIP des Kontinents bei und stellt mehr als 60 Prozent der Arbeitsplätze.

Finanzierungsplattform
OCP Group und IFC starten Finanzierungsplattform

Afrika weiterhin auf Importe von Nahrungsmitteln angewiesen.

Allerdings importiert Afrika nach wie vor einen Großteil seiner Nahrungsmittel und ist daher weniger widerstandsfähig gegenüber externen Schocks. Dies zeigte sich zuletzt nach dem Ausbruch des Krieges in Europa zwischen der Ukraine und Russland und dem Einbruch der Weizenexporte.

Die neue Plattform wird ein Portfolio von Aktivitäten entwickeln, an denen sich neue Investoren direkt oder indirekt beteiligen können.

Jede Investition wird auf ihre sozialen, wirtschaftlichen und ökologischen Auswirkungen geprüft. Neben der Finanzierung werden eingehende Studien über die angestrebten Wertschöpfungsketten durchgeführt, um geeignete Lösungen für die Herausforderungen des Sektors vorzuschlagen.

Bank of Afrika an Kooperation beteiligt.

Um den Zugang zu Düngemitteln und anderen Betriebsmitteln für afrikanische Landwirte und Agrarunternehmen zu verbessern, ist die Plattform auch eine Partnerschaft mit der Bank of Africa eingegangen. Sie hat neue Projekte zur Unterstützung der Wertschöpfungsketten für Cashewnüsse und Reis in Côte d’Ivoire gestartet. Auch in anderen Ländern, insbesondere in Kamerun und Gabun, werden neue Projekte durchgeführt.

Beim Aufbau der Plattform wurde auf die Expertise von INNOVX zurückgegriffen. Dabei handelt es sich um eine sektorübergreifende Risikokapitalplattform der Polytechnischen Universität Mohammed VI (UM6P). Sie konzentriert sich auf die Entwicklung innovativer und nachhaltiger Unternehmen. Die Expertise von OCP Africa (eine spezialisierte Tochtergesellschaft der OCP-Gruppe) konnte ebenfalls genutzt werden.

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