Marokko – Bundespräsident lädt König Mohammed VI. zu einem Staatsbesuch nach Deutschland ein.

Noch keine Veröffentlichung einer Antwort von König Mohammed VI. an Bundespräsident Steinmeier.

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Anerkennung und Dank für Marokkos Engagement gegen den Klimawandel, den Terrorismus, als Beitrag zur Sicherheit Deutschlands, und als Vermittler im Libyen-Konflikt durch den Bundespräsidenten.

Rabat – Der Annäherungsprozess zwischen Deutschland und Marokko findet seinen Fortgang. Nach einer offiziellen Erklärung des marokkanischen – königlichen Kabinetts, hat der deutsche Bundespräsident, Frank-Walter Steinmeier, den marokkanischen König zu einem Staatsbesuch nach Deutschland eingeladen.

Zum weiteren Vorgehen veröffentlichte das marokkanische – königliche Kabinett über die staatliche Nachrichtenagentur MAP folgende Erklärung, die auf eine Botschaft des deutschen Bundespräsidenten Bezug nimmt:

Deutschland „begrüßt die umfassenden Reformen unter der Führung Seiner Majestät des Königs“ Mohammed VI., sieht in der Autonomie-Initiative eine „gute Grundlage“ für die Lösung der marokkanischen Sahara-Frage und dankt „für das aktive Engagement des Herrschers im Friedensprozess in Libyen“.

In einer Neujahrsbotschaft an Seine Majestät König Mohammed VI., möge Gott ihm beistehen, unterstrich der Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland, Seine Exzellenz Frank-Walter Steinmeier, dass „Marokko unter Ihrer Führung umfangreiche Reformen durchgeführt hat“ und erinnerte an die „kontinuierliche und nachhaltige Unterstützung (Deutschlands) für die beeindruckende Entwicklung Marokkos“.

„Ich schätze Ihre innovativen Ideen im Kampf gegen den Klimawandel und bei der Energiewende sehr“, schrieb der Bundespräsident und betonte, dass „Marokko dank der dynamischen Entwicklung Ihres Landes zu einem wichtigen Investitionsstandort für deutsche Unternehmen in Afrika geworden ist“.

In diesem Zusammenhang lud Bundespräsident Steinmeier den Souverän zu einem „Staatsbesuch in Deutschland“ ein, um „eine neue Partnerschaft zwischen den beiden Ländern zu begründen“.

In Bezug auf die marokkanische Sahara-Frage betonte Steinmeier in seiner Botschaft an Seine Majestät König Mohammed VI, möge Gott ihm beistehen, dass Deutschland „den 2007 vorgelegten Autonomieplan als ernsthafte und glaubwürdige Bemühung Marokkos und als gute Grundlage für eine Einigung“ in diesem regionalen Streitfall betrachte.

Er erinnerte auch daran, „dass sein Land seit vielen Jahren den Prozess der Vereinten Nationen zugunsten einer gerechten, dauerhaften und für alle Parteien akzeptablen politischen Lösung unterstützt“.

Der deutsche Bundespräsident hob in seiner Botschaft an Seine Majestät König Mohammed VI. – möge Gott ihm beistehen – auch die wichtige Rolle des Königreichs auf regionaler Ebene hervor.

„Ich würdige den wichtigen Beitrag Ihres Landes zur Stabilität und nachhaltigen Entwicklung der Region“, so Bundespräsident Steinmeier.

Er würdigte in diesem Zusammenhang „das ganz besondere Engagement Marokkos im Kampf gegen den internationalen Terrorismus, das für mein Land (Deutschland) und seine Sicherheit wesentlich ist“. (…) „Wir halten auch das marokkanische Modell der Imam-Ausbildung für ein vielversprechendes Element, das den Extremismus eindämmen kann“, betonte der Bundespräsident.

„Mein Land und ich sind Ihnen sehr dankbar für Ihr aktives Engagement für den Friedensprozess in Libyen“, so der Bundespräsident in seiner Botschaft an Seine Majestät König Mohammed VI, möge Gott ihm beistehen.

(Quelle MAP vom 5. Januar 2022)

Noch keine Veröffentlichung einer Antwort von König Mohammed VI. an Bundespräsident Steinmeier.

Mit dieser Veröffentlichung würdigt das königliche Kabinett und damit König Mohammed VI. die Worte des deutschen Bundespräsidenten. Leider ist der Veröffentlichung keine Antwort Marokkos an Deutschland beigefügt. Es bleibt daher offen, ob der marokkanische König die Einladung zu einem offiziellen Staatsbesuch angenommen hat.

In Deutschland leben nach marokkanischen Angaben ca. 120.000 Menschen mit Wurzeln in Marokko. Darüber hinaus sind ca. 150 deutsche Unternehmen in dem nordafrikanischen Königreich engagiert.

Zuletzt besuchte der Vater von König Mohammed VI., der verstorbene König Hassan II., offiziell Deutschland im Jahr 1965.
Video aus dem Bundesarchiv

 

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