Marokko – US – Sonderberater Kushner in Marokko erwartet.

Reise dient zur Vorbereitung einer Sicherheitskonferenz in Bahrain.

305
Kushner
Quelle Flickr - DoD Photo by Navy Petty Officer 2nd Class Dominique A. Pineiro

Schwiegersohn von Präsident Trump wirbt für Friedens- und Sicherheitsplan für den Nahen Osten und um Unterstützung gegen Iran.

Washington – Noch gibt es von marokkanischer Seite keine Bestätigung, aber nach Angaben der renommierten amerikanischen Tageszeitung „The New York Times“ befindet sich der Schwiegersohn und Sonderberater von US – Präsident Donald Trump auf Tour durch islamische und arabische Länder. Eine der ersten Stationen soll Marokko sein. Die „The New York Times“ beruft sich dabei auf Quellen aus dem Weißen Haus, wonach Sonderberater Jared Kushner in den Nahen Osten und Nordafrika reist, um für seinen noch unveröffentlichten Friedens- und Sicherheitsplan zwischen Israel und den Palästinensern zu werben. Bei seiner Reise wird Kushner vom Sonderbeauftragten für internationale Verhandlungen, Jason Greenblatt, und dem Sonderbeauftragten für den Iran, Brian Hook begleitet.

Reise dient zur Vorbereitung einer Sicherheitskonferenz in Bahrain.

Das Team um Jarad Kushner soll nach Gesprächen in Rabat auch nach Jordanien und Israel reisen. Ende Juni soll es eine Friedens- und Sicherheitskonferenz in Bahrain geben, auf der über den wirtschaftlichen Teil der erarbeiteten Friedenslösung beraten werden soll. Die aktuelle Reise dient daher der Vorbereitung dieser Konferenz und um das Werben, um die Teilnahme von Ländern, die dem möglichen Prozess bereits kritisch gegenüber stehen. Die Palästinenser haben den Friedensplan bereits abgelehnt und die arabischen und islamischen Nationen aufgefordert, die Konferenz zu meiden. Saudi Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate und Qatar haben ihre Teilnahme angekündigt. Marokko gilt als enger Verbündeter der Palästinenser mit einer gemäßigten Grundhaltung. Zugleich hat das nordafrikanische Königreich nicht nur enge Beziehungen zu den USA, sondern auch großen Einfluss in der islamischen Welt, nicht zuletzt, weil König Mohammed VI. Vorsitzender des Al Quds Komitees ist, das sich dem Schutz und dem freien Zugang für Moslems nach Jerusalem (Al Quds) bemüht.

Jerusalem
König Mohammed VI. drückt seine Besorgnis gegenüber Donald Trump aus.

Details zum Friedensplan weiterhin unter Verschluss.

Obwohl es scheint, als wären erste Regierungen der islamischen Welt in den Friedens- und Sicherheitsplan eingeweiht und sich bereits erster Widerstand regt, werden gegenüber der Öffentlichkeit keine Angaben gemacht. Der US-amerikanischen Präsidenten Donald Trump nannten den Friedens- und Sicherheitsplan bereits den Deal des Jahrhunderts. Angesichts der relativ einseitigen Stärkung der Position Israels durch die USA, während der bisherigen Amtszeit von Präsident Trump, unter anderem durch die Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt sowie der jüngsten Anerkennung der Annektierung der syrischen Golanhöhen als Territorium Israels, lassen die islamische und arabische Welt bereits eine skeptische Haltung einnehmen. Aber nach über 70 Jahren des Nahost-Konflikts zeigt sich eine gewisse Müdigkeit und Resignation im Kampf für die Palästinenser und nicht wenige Politiker und Führer denken darüber nach, den Status als nicht veränderbar hinzunehmen und Frieden zu schließen, ähnlich wie Ägypten unter Anwar As-Sadat. Präsident Trump hatte angekündigt, dass man den Friedens- und Sicherheitsplan nach dem für Muslime heiligen Fastenmonat Ramadan offenlegen will.

Empfohlener Artikel