Marokko – Königreich im Ranking von „Reporter ohne Grenzen“ auf Platz 136

Skandinavische Länder führen das Ranking an.

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Reporter
Reporter bei der Arbeit

Situation für Reporter und Journalisten hat sich weiter verschlechtert und Marokko verliert gegenüber Vorjahr drei Plätze.

Paris / Rabat – Für Reporter, Journalistinnen und Journalisten, war das abgelaufene Jahr 2020 ein besonders schwieriges. „Reporter ohne Grenzen“ hat in diesen Tagen seinen Jahresbericht 2020 und sein neues Ranking 2021 veröffentlicht, dass 180 Länder auflistet und nach dem Grad der Pressefreiheit und der Gefahrenlage für Reporter darstellt. Nach Einschätzung von Reporters Sans Frontières RSF (Reporter ohne Grenzen) hat die Coronavirus – Pandemie vielen Staaten der Welt Anlass und Möglichkeit geben, den freien Journalismus weiter einzuschränken.

Skandinavische Länder führen das Ranking an.

Nur noch bei 12 von 180 Ländern kann man, nach Ansicht von RSF, von einer guten Sicherheitslage für Reporter und von einer weitgehenden Pressefreiheit sprechen. An der Spitze des diesjährigen Rankings finden sich erneut vor allem skandinavische Länder. So ist die Situation in Norwegen (Platz 1) und Finnland (Platz 2) die im Vergleich beste. Aber auch in Costa Rica mit Platz 5 (im Vorjahr Platz 7) hat sich die Lage sogar verbessert. In der Zielgruppe der Maghreb-Post hat sich die Lage in der Schweiz um zwei Plätze verschlechtert (jetzt Platz 10 gegenüber zuvor Platz 8), in Österreich um einen Platz verbessert (jetzt Platz 17 gegenüber zuvor Platz 18). „Das Land, dessen Situation nicht mehr als „gut“, sondern nur noch als „zufriedenstellend“ bewertet wird und dessen Farbe auf der Weltkarte der Pressefreiheit folglich von weiß zu gelb wechselt, ist Deutschland.“ Deutschland hat sich um zwei Plätze verschlechtert und viel von Platz 11 nun auf Platz 13 zurück. Hintergrund sind nach RSF die Angriffe auf Journalisten auf Demonstrationen gegen die Eindämmungsmaßnahmen des Staates im Kampf gegen COVID-19. In 73 von 180 Ländern wird unabhängiger Journalismus weitgehend oder vollständig blockiert (rot oder schwarz auf der Weltkarte), in 59 weiteren ernsthaft behindert (orange auf der Weltkarte). Demnach ist die Pressefreiheit in fast drei Viertel der Länder der Welt zumindest bedeutend eingeschränkt.

Reporter ohne Grenzen
Quelle Reporter ohne Grenzen – Ranking der Pressefreiheit 2021 – Weltkarte

Maghreb – Staaten haben weiterhin Verbesserungsbedarf.

Die Lage in den Maghreb – Staaten sieht nicht viel besser aus. Im Vergleich innerhalb des Maghreb steht Tunesien noch relativ gut da. Es taucht als erstes Land auf Platz 73 von 180 auf und hat gegenüber dem Vorjahr einen Rang verloren (zuvor Platz 72). Mit Abstand folgt Mauretanien mit Platz 94, das sich um drei Plätze verbessern konnte (zuvor Platz 97), Mali folgt mit Platz 99 (zuvor 108), das Königreich Marokko folgt mit deutlichem Abstand auf Platz 136 und damit drei Plätze verloren (zuvor Platz 133), Algerien belegt Platz 146 und hält seine Vorjahresposition und Schlusslicht im Maghreb ist Libyen auf Platz 165, dass sich gegenüber dem Vorjahr um einen Platz verschlechtert hat. Dabei steht es sogar als Bürgerkriegsland noch vor Ägypten.

Marokko – Arbeit für Journalisten wird zunehmend erschwert.

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