Marokko – HCP prognostiziert 2,8% BIP Wirtschaftswachstum in Q1 2022.

Landwirtschaft in Q1 2022 unter Druck

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BIP
Prognose zur wirtschaftlichen Entwicklung

Prognostiziertes Wirtschaftswachstum nach BIP durch erwarteten Ertragsrückgang in der Landwirtschaft belastet.

Rabat – In seinem jüngsten Konjunkturbericht rechnet das marokkanische Hochkommissariat für Planung (HCP) für das erste Quartal 2022 Q1 mit einem Wirtschaftswachstum von 2,8%.

Das HCP erläutert, dass die nationale Inlandsnachfrage zu Beginn des Jahres 2022 weiterwachsen würde, wobei sich das Tempo jedoch leicht verlangsamen könnte, insbesondere bei den Ausgaben der privaten Haushalte.

Die Staatsausgaben würden ihren Aufwärtstrend fortsetzen, so dass der Staatsverbrauch im Jahresvergleich um 4,5% steigen soll. Die Bruttoinvestitionen würden um 7,8% steigen, was auf die gute Entwicklung der Investitionen in Industrie- und Baugüter zurückzuführen sein wird, so das HCP.

Wachstum ohne Landwirtschaft

In diesem Kontext würde die Wertschöpfung ohne Landwirtschaft im ersten Quartal 2022 im Jahresvergleich um 3,4% wachsen. Im tertiären Sektor (Dienstleistungssektor) würde sich die Aktivität in den marktbestimmten Dienstleistungen, insbesondere im Handel und im Transportwesen, weiter verbessern.

Insgesamt würde der tertiäre Sektor +1,6 Prozentpunkte zur BIP-Entwicklung beitragen. Im sekundären Sektor würden die Industrie und das Baugewerbe ihre seit dem zweiten Quartal 2021 einsetzende positive Entwicklung fortsetzen.

Landwirtschaft in Q1 2022 unter Druck

Die landwirtschaftlichen Tätigkeiten würden im ersten Quartal 2022 einen Abwärtstrend verzeichnen, nachdem sie 2021 besonders dynamisch gewesen waren. Ertragserwartungen bei pflanzlichen Gütern würden durch die unterdurchschnittlichen Herbstregenfälle gedämpft, so das Hochkommissariat.

Die auf Tierhaltung fokussierte Landwirtschaft würde jedoch ihre positive Entwicklung fortsetzen, wenn auch in einem moderateren Tempo, was vor allem auf die Entwicklung der Geflügelzucht zurückzuführen ist. Insgesamt und unter der Annahme einer Getreideernte, die um etwa 9% unter dem Fünfjahresdurchschnitt liegt, würde die landwirtschaftliche Wertschöpfung im ersten Quartal 2022 im Jahresvergleich um 4,5% zurückgehen.

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