Marokko – Machbarkeitsstudie zur Nigeria – Marokko Gaspipeline fertig gestellt.

Nigeria und Marokko wollen den afrikanischen und europäischen Markt bedienen.

176
Nigeria
Kooperation zwischen Nigeria und Marokko bei Wirtschaft und Infrastruktur

Vorplanungen sollen Ende März 2019 abgeschlossen sein.

Abudja – Zur Zeit tagen hochrangige Vertreter Europas, den USA und Afrikas aus Politik und Wirtschaft in der nigerianischen Hauptstadt Abudja. Ziel der Tagung ist es, Kontakte und Geschäfte untereinander zu fördern. Unter anderem versucht man eine afrikanische Investitionsgesellschaft mit einem Anfangskapital von zwei Milliarden US-Dollar zu gründen. Sie soll bei Infrastrukturprojekten agieren. Dabei liegt der Fokus auf Energieprojekten. Bei seiner Rede auf dieser Tagung sagte der Group Managing Director (GMD) der Nigerian National Petroleum Corporation (NNPC), Dr. Maikanti Baru, dass erste Zwischenaufgaben, bzgl. der geplanten Nigeria-Marokko Gaspipeline, finalisiert werden konnten. In einem ersten großen Schritt konnte man bereits die eingeleitete Machbarkeitsstudie fertig stellen, auf der nun die nächsten Planungsschritte aufgebaut werden sollen.

Erste Vorplanungen sind bereits angelaufen.

Damit die finale Investitionsentscheidung getroffen werden kann, wird derzeit die erste Vorplanung für den möglichen Bau durchgeführt. Für die geplante 5.660 km lange Pipeline, die durch oder an der Küste von insgesamt 13 afrikanischen Staaten verlaufen soll, wird das Grunddesign erarbeitet. Der nigerianische Staatsminister für Erdölvorkommen, Dr. Ibe Kachikwu, sagte am Montag, dass die Phase-1 des Front-End-Engineering und -Designs (FEED) der Gaspipeline, von Nigeria nach Marokko, voraussichtlich bis Ende des ersten Quartals (Q1) 2019 abgeschlossen sein wird.

Mega - Pipeline
Quelle: SNRT Karte verlauf Gs -Mega – Pipeline Nigeria – Marokko

Nigeria und Marokko wollen den afrikanischen und europäischen Markt bedienen.

Für beide Staaten ist das Pipeline-Projekt ein gewagter Schritt. Das Projekt bindet hohe finanzielle Ressourcen und verläuft durch teils politisch sehr instabile Regionen. Das ist auch der Grund, weshalb große Teile der Pipeline am Meeresgrund verlaufen sollen. Marokko will seine Energiesicherheit verbessern und seine Gasabhängigkeit vom Nachbarn Algerien verringern. Gleichzeitig schafft man als Transitland nach Europa eine weitere Einnahmequelle, ähnlich den Transitgebühren von algerischem Gas, das über das Königreich nach Europa geliefert wird. Nigeria schafft sich neben der eigentlich zentralen Rolle der Ölförderung eine weiter Einnahmequelle, in dem es das bisher nur „abgefackelte“ Erdgas vermarkten kann.

Marokko – Mega – Pipeline zwischen Marokko und Nigeria konkretisiert.

 

Empfohlener Artikel