Marokko – Erster Teil des Haushaltsplans 2020 passiert Finanzausschuss.

Haushaltsplan sieht Investitionen in Bildung, Subventionen und Absenkung der Körperschaftssteuer vor.

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Parlament
Marokkanisches Parlament in Rabat

Finanzausschuss des Repräsentantenhauses stimmte mehrheitlich für den Entwurf des Staatshaushaltes der Regierung.

Rabat – Der Ausschuss für Finanzen und wirtschaftliche Entwicklung des Repräsentantenhauses (Unterhaus) hat, am gestrigen Dienstagabend, mit Mehrheitsbeschluss den ersten Teil des Haushaltsplanes 2020 der Regierung verabschiedet. Dies meldet die marokkanische – staatliche Nachrichtenagentur MAP.

Der Entwurf des Staatshaushaltes 2020 wurde von 24 Ausschussmitglieder gebilligt, während 13 andere ihn ablehnten. Insgesamt wurden seit seiner Einbringung in die beiden Kammern des marokkanischen Parlaments 270 Änderungsanträge, sowohl von der Regierungskoalition wie auch von der Opposition, eingebracht. Zahlreiche Änderungsanträge und Vorschläge wurden berücksichtigt.

Finanzausschuss und Parlament beraten seit Ende Oktober über den Haushaltsplan.

Am 19. Oktober 2019 hatte der Regierungsrat, unter Leitung von Premierminister Dr. Saad-Eddine El Othmani, den Haushaltsplan (Finanzgesetz 2020) seiner Minister an das Parlament gesandt. Im Parlament hatten die Minister Gelegenheit, ihre Maßnahmen und ihren Mittelbedarf gegenüber den Abgeordneten zu verteidigen. Der parlamentarische Finanzausschuss hat den Entwurf zuletzt zwei Wochen lang geprüft und den vergangenen Freitag als letzten Termin für die Vorlage von Änderungswünschen bzw. Vorschläge festgelegt. Noch ist das Finanzgesetz (PLF) 2020 nicht vollständig verabschiedet. Es stehen weitere Prüfungen und eine abschließende Abstimmung im Parlament an.

Marokko – Regierungsrat sendet Haushaltsentwurf ans Parlament.

Haushaltsplan sieht Investitionen in Bildung, Subventionen und Absenkung der Körperschaftssteuer vor.

Die Regierung betont, dass das Finanzgesetz 2020 eine Reihe von Maßnahmen zur Investitionsförderung vorschlägt, insbesondere die Herabsetzung der Körperschaftssteuer (CIT) für Kapitalgesellschaften, von 31% auf 28%, sowie den schrittweisen Rückgang des Mindestbeitragssatzes von 0,75% auf 0,50%, sollen die Investitionsbereitschaft erhöhen.

Außerdem soll die Kaufkraft der Bürger in Höhe von 26 Milliarden marokkanische Dirham MAD und die Subventionierung lebensnotwendiger Güter aus dem Ausgleichsfonds (14,6 Milliarden MAD) gefördert werden. Darüber hinaus werden 91 Milliarden MAD für die Bereiche allgemeine und berufliche Bildung, Berufsbildung, Hochschulbildung und Gesundheit bereitgestellt.

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